Sonntag, 20. August 2017

Death Call - Er bringt den Tod von Chris Carter


Ein neuer Fall für Hunter und Garcia – Hochspannender Thriller und absoluter Pageturner 

Für Tanya Kaitlin endet der Abend, der eigentlich ruhig und entspannt werden sollte, in einem Alptraum. Die junge Frau bekommt einen Videoanruf von ihrer besten Freundin, doch etwas stimmt ganz und gar nicht. Tanya sieht ihre Freundin gefesselt und geknebelt und eine unheimliche, dämonische Stimme stellt ihr zwei Fragen. Beantwortet Tanya diese korrekt wird ihre Freundin frei gelassen, beantwortet sie die Fragen falsch, stirbt sie. Tanya Kaitlin scheitert und muss mit ansehen, wie ihre Freundin brutal ermordet wird.

Ein neuer Fall für die Profiler Hunter und Garcia, die sogleich fieberhaft die Ermittlungen aufnehmen. Noch während ihrer Recherchen wird erneut eine Frau ermordet, die Vorgehensweise ist die Gleiche, jedoch muss die Frau auf andere, aber nicht weniger brutale Art sterben. Trotz erster Erkenntnisse ist der Täter Robert Hunter und seinem Partner einen Schritt voraus und sein grausames Spiel hat gerade erst begonnen…


Endlich ist er da, der 8. Teil der Thriller-Reihe mit dem Profiler-Duo Robert Hunter und Carlos Garcia. Mit „Death Call – Er bringt den Tod“ ist Chris Carter, dem Meister der Hochspannung und des Nervenkitzels wieder ein Thriller der Extraklasse gelungen.

Hunter und Garcia haben es einmal mehr mit einem perfiden Serienkiller zu tun, der seinen Opfern in den sozialen Medien auflauert und ein teuflisches Spiel mit ihnen spielt. Ein Spiel, das zu gewinnen mehr als unmöglich ist. Ein durchaus aktuelles Thema, denn die sozialen Netzwerke sind für viele Menschen nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Viele geben – oft unbewusst – Informationen über sich preis. Ein Fehler, der wie in diesem speziellen Fall, zur tödlichen Falle werden kann.

Chris Carter hat es wieder einmal geschafft, mich schon nach den ersten Sätzen zu packen. Sein gewohnt fesselnder und flüssiger Schreibstil peitschte mich regelrecht durch die Story. Wie immer endet jedes Kapitel mit einem fiesen Cliffhanger, man kann also gar nicht anders als weiterzulesen. 

Die Morde sind gewohntermaßen brutal und blutig, der Täter begeht sie eiskalt und gnadenlos. Erneut war mir bis kurz vor Schluss nicht klar, wer der Mörder ist. Chris Carter gelingt es einfach immer wieder mich diesbezüglich an der Nase herumzuführen. Die Frage bezüglich des Motivs, die sich im Laufe der Geschichte zwangsläufig stellt, wird am Ende lückenlos und schlüssig aufgeklärt. Alle losen Fäden laufen gekonnt zusammen und ich muss zugeben, mich hat das Motiv durchaus erschütternd zurückgelassen. 

Die Protagonisten, Hunter und Garcia, habe ich im Laufe der Zeit wirklich ins Herz geschlossen.  Hunter, mit seinem messerscharfen Verstand und seiner außergewöhnlichen Intelligenz und Garcia, der auf mich immer wie Hunters ruhender Pol wirkt, ergänzen sich als Team einfach perfekt. Endlich gewährt Chris Carter seinem Hauptprotagonisten auch einmal eine private Seite. Eine Begegnung mit einer Frau, die man fast schon Rendezvous nennen kann. Ich bin sehr gespannt, ob dieses Zusammentreffen im nächsten Band eine Fortsetzung findet. Ich würde mich sehr für Robert Hunter freuen.



„Death Call – Er bringt den Tod“ vom Thrillerkönig Chris Carter ist wieder einmal ein absoluter Pageturner. Meine Sorge, Hochspannung und Originalität könnten mit der Zeit abflauen, ist absolut unbegründet gewesen. Chris Carter legt auch im achten Teil der Reihe nochmal eine Schippe drauf. Erschreckend, brutal, teuflisch und nervenaufreibend sind nur einige Adjektive, die dieses Buch umschreiben. Ein absolutes Muss für alle Chris Carter-Fans und für solche die es werden wollen. Für mich ein Lesehighlight 2017. Chapeau Mr. Carter!


Autor: Chris Carter

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 11.08.2017
Flexibler Einband 416 Seiten
Sprache: Deutsch

Kommentare:

  1. Vielen Dank für Deine Rezension. Ich stimme Dir komplett zu, Chris Carter hat es wieder geschafft mich absolut zu fesseln. Das schlimme ist: Jetzt heißt es wieder warten..
    Liebe Grüße Anja

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  2. Stimmt, ich finde es auch klasse, wie Carter seine Leser führt, sie in die falsche Richtung schubst und ihnen dann am Ende die lange Nase dreht. Funktioniert immer wieder, aaaaber ich bin langsam tatsächlich an dem Punkt, an dem sich zwar nicht die Geschichten, sondern die Art zu erzählen etwas abnutzen. Ich würde mir da in Zukunft ein bisschen mehr Originalität wünschen und vielleicht auch mal eine merkliche Weiterentwicklung bei Hunter und Garcia, die rein menschlich irgendwie immer noch an dem selben Punkt stehen wie im Kruzifix-Killer.

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    1. Das mit den Protagonisten stimmt tatsächlich. Deshalb hoffe ich, dass Hunters private Seite, die in diesem Buch zum Vorschein kommt, etwas frischen Schwung bringt.

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  3. Liebe Kerstin,

    jetzt darfst du gern über mich schmunzeln, denn ich habe immer noch keinen Carter gelesen. Schande, Schande.

    Ich muss es dringend nachholen :-).

    Liebe Grüße

    Anja

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    1. Liebe Anja, das ist bedauerlich, aber keine Schande und nix, was sich nicht nachholen ließe ;-)

      Liebe Grüße
      Kerstin

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    2. *lach... Anja! Du kannst mich noch erstaunen! Ich dachte, ich sei der einzig Ahnungslose in dieser Hinsicht? Dann werfen wir uns doch mal gemeinsam Herrn Carter entgegen ;)
      Liebe Grüße und dir einen schönen Tag. Und vielen Dank an Kerstin für die Empfehlung :)

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  4. Hey,

    eine sehr schöne Rezension. :)
    Das Buch ist gestern, nach einer anderen Rezension, schon auf meine Wunschliste gewandert. Super, dass es dir auch so gut gefallen hat. Das Buch muss ganz bald bei mir einziehen.

    Hab einen tollen Abend!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi
    www.angeltearz-liest.de

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    1. Hallo Steffi,

      jaaa und dann musst Du es ganz schnell lesen! :-) Kennst Du die anderen Teile aus der Reihe? Dir auch einen schönen Abend. Ich habe jetzt drei Wochen Urlaub, da ist der Sonntagabend umso schöner :-)

      Liebe Grüße
      Kerstin

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  5. Ich muss mich Anja (Nisnis) leider anschließen - bis heute keinen Carter gelesen, aber ein Autor der weit oben auf meiner "Unbedingt mal reinlesen - kennen lernen"-Liste steht :D Dann aber vielleicht mit Band 1 und nicht 8 hihi

    Liebe Grüße
    Janna

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    1. Ich habe zum Beispiel kein einziges Buch von Cody McFayden gelesen. Alles geht halt nicht. Aber wenn Carter, dann unbedingt mit Teil 1 anfangen, auch wenn die Bücher eher nicht aufeinander aufbauen.

      Liebe Grüße
      Kerstin

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    2. Nicht? Also gibt es keine teifgreifende oder wichtige private Entwicklung?

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    3. Hmm eigentlich eher nicht, das ist ein bisschen das Manko würde ich sagen, das hat Sebastian auch schon bemängelt.

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