Montag, 9. Oktober 2017

Das Haus der Monster von Danny King

Schaurige Monstergeschichten – Das Leben des John Coal

In dem kleinen englischen Städtchen Thetford steht, wie vermutlich in jeder Stadt irgendwo auf der Welt, ein altes, heruntergekommenes Haus. Es wirkt unheimlich und gruselig, unter anderem auch wegen seinem eigenbrötlerischen und etwas verrückt wirkenden Bewohner John Coal.

Irgendwann finden die Jungs aus der Nachbarschaft Spaß daran, dem alten Sonderling Streiche zu spielen, die allerdings immer übermütiger und dreister werden. Die Halbstarken ahnen jedoch nicht, mit wem sie sich da anlegen. John Coal hat viele dunkle Geheimnisse, einige davon handeln von Vampiren und Werwölfen, von Serienmördern und Geistern. 
Eines Tages hat John Coal keine Lust mehr, das Opfer nerviger Streiche zu sein. Er stellt den Nachbarsjungen eine Falle. Diese schnappt zu und die Kids landen in Coals düsterem Keller…




„Das Haus der Monster“ von Danny King hat mich aufgrund seines Klappentextes angesprochen. Ein altes Haus, ein Sonderling und gruselige Monster versprachen schaurig schöne Lesestunden. Auch wenn ich nicht wirklich das bekommen habe, was ich erwartet habe, wurde ich dennoch gut unterhalten.

In diesem Buch geht es nicht um ein altes, gruseliges Haus in dem Monster ihr Unwesen treiben. Vielmehr lässt Danny King den Außenseiter John Coal seine Lebensgeschichten erzählen. Geschichten, die unglaublicher nicht sein könnten. John hatte es mit Serienmördern zu tun, die ihm näher standen als er jemals vermutet hätte. Er kämpfte auf hoher See mit schrecklichen Monstern, traf Geister und Vampire und kam doch immer mit dem Leben davon. Doch was haben diese Erlebnisse aus ihm gemacht?

All diese unfassbaren und kuriosen Abenteuer gibt John Coal den in die Falle geratenen Jungs zum Besten, die zuerst voller Angst und Misstrauen, später dann voller Faszination den Worten des Sonderlings lauschen. 

Danny King schreibt voller Sarkasmus und mit viel schwarzem Humor. Einige der Geschichten sind mir persönlich etwas zu langatmig. Spannung und Nervenkitzel gehen so etwas verloren.  Andere hingegen waren spannend und kurzweilig, atmosphärisch und schaurig schön. 

Das Ende war vielleicht vorhersehbar, dennoch lässt Danny King genug Raum für die Gedanken und Fantasien seiner Leser.



„Das Haus der Monster“ von Danny King hat meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt. Ich habe mir eine Gruselgeschichte in einem düsteren Haus voller Monster gewünscht. Letztlich habe ich vier düstere, skurrile, scharfzüngige und mit viel schwarzem Humor gespickte Episoden bekommen, die das Leben des ungewöhnlichen Protagonisten John Coal wiederspiegeln. Nicht alle haben mich gleich begeistert, dennoch hat mich Danny King mit seinem Buch gut unterhalten. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung, vor allem für Fans des schwarzen Humors.



Autor: Danny King

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 03.10.2016
E-Buch Text 277 Seiten
Sprache: Deutsch

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Lesenswertes aus dem Bücherhaus

Kommentare:

  1. Hi!

    Das Buch hab ich auch gerade gelesen und ich muss sagen, dass es mich doch etwas enttäuscht hatte.
    Ich hab vorher schon gehört, dass es sich um Episoden handeln wird, das war also keine Überraschung für mich. Den Anfang fand ich sogar noch richtig gut, aber die Geschichten waren mir dann doch zu ausschweifend, was dann Spannung gekostet hat - und gruselig fand ichs auch nicht. Echt schade!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee, nein so richtig gruselig war es wirklich nicht, da hatte ich mehr erwartet. Am besten fand ich noch die Geschichte mit dem Dorf, da war schon unterschwellig etwas Grusel da :-)

      Schön, dass Du mich besucht hast! :-)
      Liebe Grüße
      Kerstin

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  2. Huhu, immer schade wenn einen eine Geschichte erwartet die man sich anders vorgestellt hat (so ging es mir mit "Die Wölfe kommen"), aber schön das es dir dennoch gefiel. Mit dem Buch hatte ich schon geliebäugelt und bin froh deine Meinung, bezüglich meiner eignen Erwartung, gelesen habe. Ich hatte mir etwas ähnliches wie du vorgestellt, aber schwarzer Humor, skurrile Episoden klingt doch nach etwas für mich (=

    Hab noch einen feinen Abend!

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    1. Hallöchen, ich bin sicher, das Haus der Monster gefällt dir. Mir hats ja auch gefallen, nur eben nicht zu 100 Prozent. Aber deswegen war es trotzdem gut zu lesen.

      Liebe Grüße
      Kerstin

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  3. Ach, ich muss gerade so lachen. In Thetford ist Charles Norcott geboren. So klein ist die Welt ;)
    Liebe Grüße
    Jürgen

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    1. Ist nicht wahr??? :-) Na hoffentlich ist er nicht mit John Coal verwandt! Wobei, wenn doch, dann freu ich mich umso mehr auf Erased. Vielleicht kann ich ja Züge von John Coal in Charles Norcott erkennen ;-)
      Liebe Grüße Kerstin

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  4. Danke fürs Verlinken, Häschen
    und schön das dir das Buch im Großen und Ganzen gefallen hat.

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