Samstag, 22. April 2017

Das Friedmann-Haus von Peter Martin


Ein Haus, aus dem spurlos Menschen verschwinden...

In Berlin-Schöneberg steht das wunderschöne, denkmalgeschützte und leicht heruntergekommene Friedmann-Haus. In den letzten Wochen sind aus diesem Schmuckstück drei Personen verschwunden, die junge Frau Lea, der Hausmeister sowie eine Geschäftsfrau. Es gibt keine Spuren eines Verbrechens, es scheint als wären die Personen mitten aus dem Leben gerissen worden, ja fast so, als hätten sie sich in Luft aufgelöst. 

Die Polizei hat keine Anzeichen und Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen lassen, auch konnten keine Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vermissten hergestellt werden, außer der Tatsache, dass alle drei im Friedmann-Haus lebten. Der junge Szenejournalist und Blogger Jan will dem Geheimnis um die verschwundenen Personen auf den Grund gehen und zieht in die Wohnung der vermissten Lea. Schon bald passieren Dinge, die Jan sich nicht erklären kann, unheimlich, übernatürlich und gefährlich…




„Das Friedmann-Haus“ von Peter Martin hat mich angesprochen, weil der Klappentext einen etwas anderen Thriller verspricht und genau das hat das Versprechen auch gehalten. 

Zusammen mit dem Blogger und Szenejournalisten Jan zieht der Leser in das düstere Friedmann-Haus ein, um dem Geheimnis um die dort verschwundenen Personen zu lüften. Der junge Mann befragt die Bewohner des Hauses, die fast alle äußerst verschlossen und abweisend reagieren und alle irgendwie einen an der Klatsche haben, so scheint es zumindest. Bald geschehen gruselige und nicht erklärbare Dinge in dem alten Haus und mit Jan, die mir durchaus die eine oder andere Gänsehaut über den Rücken gejagt haben. Der Autor hat den Plot in zwei Teile aufgeteilt, zum einen beschreibt er Jans Recherchen und Erlebnisse, zum anderen bekommt der Leser Einblick in die Blogeinträge des jungen Mannes und kann so an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben.

Die Aufteilung hat mir gut gefallen, überhaupt hat mich der Thriller von Anfang an gefesselt, denn Peter Martin jagt den Leser förmlich durch das Buch, ständig passiert irgendetwas Neues auf das man sich einlassen muss. Das Ende und die Auflösung war schlüssig und wenn man sich vor Augen hält, dass es sich um keinen gewöhnlichen Thriller handelt, durchaus nachvollziehbar.




„Das Friedmann-Haus“ von Peter Martin ist kein gewöhnlicher Thriller, ich würde ihn eher in das Genre Mystery/Horror“ einordnen, denn in diesem Buch geschehen Dinge, die den Leser in andere Dimensionen entführt. Der Autor hat ein spannendes, atmosphärisches und gruseliges Szenario geschaffen und zwar dort, wo der Mensch sich bekanntlich am wohlsten und am sichersten fühlen sollte, in seinem Zuhause. „Das Friedmann-Haus“ hat mich gedanklich noch eine Weile beschäftigt, vor allem dann beim Einschlafen. Auch wenn Peter Martin für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr in die Vollen ging, bekommt er von mir für seinen ungewöhnlichen und spannenden Thriller eine absolute Leseempfehlung.



Autor: Peter Martin



Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2017
E-Buch Text 257 Seiten
Sprache: Deutsch


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