Donnerstag, 25. August 2016

Dollart-Fuck.de von Rainer Kottke

Zum Inhalt:
Im Großen Meer bei Riepe wird die Leiche einer seit zwei Jahren vermissten Frau gefunden. Die Polizei ermittelt in diesem Fall, doch als die Schwester der Ermordeten den Musiker und derzeitigen Kaufhausdetektiv Jo – Jonas Buskohl  um Hilfe bittet, ermittelt er zusammen mit seinen Freunden auf eigene Faust. Bald schon machen die jungen Leute mit dem Schweinchenstrand am Dollart Bekanntschaft, ein früherer Treffpunkt für schnellen Sex im Freien. Es wird vermutet, dass die tote junge Frau damals ihr Taschengeld dort aufgebessert hat. Hat sie dort auch ihren Mörder getroffen? Wird Jo dem Täter auf die Spur kommen ohne dabei sich und seine Freunde in Gefahr zu bringen? Denn  der Täter ist aufgrund des Leichenfundes und den fortschreitenden Ermittlungen mehr als alarmiert und wird alles daran setzen, nicht mit dem Fall in Verbindung gebracht zu werden, notfalls schreckt er auch vor einem weiteren Mord nicht zurück…

Der Ostfriesland-Krimi „Dollart-Fuck.de“ ist das Erstlingswerk des Autors Rainer Kottke und ich finde, dieser ist im wirklich ganz gut gelungen. Gleich zu Anfang wird der Leser nicht nur mit dem Fund der Frauenleiche konfrontiert, sondern er lernt auch den Mörder der jungen Frau kennen. Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt  und es scheint, als wäre der Täter dem Privatdetektiv Jo immer einen Schritt voraus. Doch der muss nicht nur den Mörder finden, sondern auch noch einen wichtigen Auftritt mit seiner Band vorbereiten, was durchaus zu Terminkollisionen führt. Der Autor hat einen einfachen aber dennoch bildhaften und flüssig zu lesenden Schreibstil. Kottke hat für seinen ersten Ostfriesen-Krimi ein durchaus aktuelles Thema gewählt. Sexpartner über eine Internetplattform zu finden ist heutzutage kein Problem mehr. Die Charaktere sind rund um Jo Buskohl sind alleweg recht jugendlich, was sich auch in ihrer Sprache wiederspiegelt und auch eine gewisse Naivität kann man hier nicht verleugnen. Der Täter ein brutaler Schläger, ein echtes Ekel das über Leichen geht. 

Mit „Dollart-Fuck.de“ ist Rainer Kottke ein unterhaltsamer und durchaus spannender Ostfriesland-Krimi gelungen. Trotz der nur 160 Seiten hatte der Krimi zwischendrin kleine Längen und Schwächen, die aber für  einen Debütroman durchaus verzeihbar sind. Ich denke, hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ich bin gespannt auf weitere Fälle für Jo Buskohl und gebe hier gerne eine Leseempfehlung für all diejenigen, die gerne Krimis mit Lokalkolorit lesen.

Das Buch kann z.B. hier bestellt werden:
https://www.amazon.de/dollart-fuck-Ostfriesland-Krimi-Rainer-Kottke/dp/3741228303/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1472131887&sr=1-1&keywords=dollart+fuck

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (27. Juni 2016)
ISBN: 978-3741228308

Wer nicht das Dunkel kennt von Sabine Klewe


Zum Inhalt:
Die Kriminalhauptkommissarin Lydia Louis soll ein vermeintliches Unfallopfer befragen und ist schockiert, als sie diesem gegenüber steht. Es ist der Rechtsanwalt Gregor Kepler, der Mann, das Gesicht aus ihren Alpträumen, ein Mensch aus ihrer Vergangenheit den sie niemals wiedersehen wollte. Lydia gibt den Fall an einen Kollegen ab und hofft nun endlich mit Kepler abschließen zu können. Doch dann wird sie mit ihrem Partner Chris Salomon an einen Tatort gerufen. In einem Teich wurde eine Frauenleiche mit schweren Gesichtsverletzungen gefunden. Ihre Handtasche wurde am Ufer gefunden und weist die Tote als Silvia Kastinsky aus. Ihr ebenfalls gefundenes Handy zeigt einen letzten Anrufer: Gregor Kepler. Dieses Mal kann sich Kriminalkommissarin Louis nicht von dem Fall entziehen und sie weiß, dass sie damit ihr Leben aufs Spiel setzt…

„Wer nicht das Dunkel kennt“ von Sabine Klewe ist der dritte Teil einer Thriller-Reihe. In den meisten Fällen ist es nicht schlimm, wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, bei diesem Buch hatte ich jedoch im Laufe des Lesens das Gefühl, dass es hier besser gewesen wäre. Anfangs hatte ich wirklich Mühe in die Story hineinzufinden, zäh und ohne viel Spannung zog sich das erste Drittel hin wie Kaugummi. Dann hat die Handlung aber nach und nach mein Interesse und meine Neugier geweckt. Die Autorin schickt ihre Leser gekonnt auf verschiedene Fährten, ist man sich des Mörders sicher, tauchen plötzlich wieder neue Tatverdächtige oder Theorien auf. Wie schon erwähnt wäre es hier ausnahmsweise besser gewesen, die beiden ersten Teile der Reihe gelesen zu haben. Bestimmt hätte ich mich leichter getan, die Protagonisten und ihre Handlungen zu verstehen. Vielleicht wäre mir Lydia Louis dadurch auch sympathischer. So konnte ich ihre Alleingänge und ihre ruppige schroffe Art nicht wirklich nachvollziehen. Auch Chris Salomons Charakter erzeugte bei mir eher eine gewisse Distanz. 

„Wer nicht das Dunkel kennt“ von Sabine Klewe ist für mich nicht wirklich ein Thriller sondern eher ein solider und gelungener Kriminalroman, der Schreibstil der Autorin flüssig und angenehm zu lesen. Dennoch weist er doch einige Schwächen auf und konnte mich erst im zweiten Drittel so richtig in seinen Bann ziehen. Meiner Meinung nach empfiehlt es sich hier ausnahmsweise, Teil 1 und 2 der Reihe zu lesen, mir haben meines Erachtens wichtige Informationen zu den Protagonisten gefehlt, was ich sehr schade fand. Für alle Fans dieser Reihe sicherlich absolut empfehlenswert. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wer-nicht-das-Dunkel-kennt/Sabine-Klewe/Goldmann-TB/e462651.rhd

Verlag: Goldmann (15. August 2016)
Taschenbuch, Klappenbroschur, 350 Seiten
ISBN: 978-3-442-48239-9

Anders von Anita Terpstra


Zum Inhalt:
Familie Meester ist eine scheinbar normale und glückliche Familie. Während einem Ferienlager verschwindet ihr elfjähriger Sohn Sander zusammen mit seinem Freund spurlos. Der andere Junge  wird kurz darauf gefunden, tot und allem Anschein nach sexuell missbraucht. Doch Sander ist und bleibt verschwunden, alle Ermittlungen seitens der Polizei bleiben ergebnislos, auch die Bemühungen seiner Mutter Alma führen zu keinen neuen Erkenntnissen. Die Familie scheint an dem schweren Schicksalsschlag zu zerbrechen. Doch sechs Jahre später meldet sich bei einer deutschen Polizeistation ein junger Mann, der behauptet Sander Meester zu sein. Überglücklich schließt die Familie ihren verlorenen Sohn in die Arme. Im Laufe der Zeit kommen der Mutter allerdings Zweifel, ob der Junge, der unter ihrem Dach lebt, tatsächlich ihr Sohn Sander ist…

„Anders“ von Anita Terpstra ist eher ein Thriller der leisen Töne. Extreme Gewalt und grausames Blutvergießen sucht man hier vergebens. Dennoch hat mich das Buch aufgrund seiner unterschwellig düsteren Atmosphäre und der rätselhaften und dadurch spannenden Story gefesselt. Der tiefere Einblick in das Leben der Familie Meester zeigt, dass es sicher durchaus nicht um eine rundum glückliche Familie handelt. Mutter Alma bevorzugt ihren Sohn Sander grundsätzlich, worunter die Tochter Iris spürbar leidet. Nach Sanders Verschwinden ist die Suche nach ihrem Sohn für Alma zum Lebensinhalt geworden. Mann und Tochter geraten mehr und mehr in den Hintergrund. Als Sander zu seiner Familie zurückkehrt, geraten nach und nach dunkle Geheimnisse ans Tageslicht und macht nicht nur dem Leser deutlich, das alles anders war und vor allem ist, als gedacht. Mit den Protagonisten hat Anita Terpstra interessante Individuen geschaffen. Mutter Alma, die mit ihrer schon fast blinden Liebe zu ihrem Sohn ihre Tochter vergisst und an der Suche nach Sander psychisch fast zu Grunde geht. Dennoch war mir Alma, auch wenn ihre Handlungen in manchen Situationen nachvollziehbar waren, grundsätzlich unsympathisch. Sander war mir von Beginn an suspekt, er strahlt eine unterschwellige Bedrohung aus, die mir stellenweise eine Gänsehaut bescherte.

„Anders“ von Anita Terpstra ist ein Thriller über das Schicksal einer Familie und deren dunkle Geheimnisse, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Die rätselhafte und mysteriöse Story erzeugt die nötige Spannung und macht schnell deutlich, dass dieses Buch wirklich „anders“ ist. Mich jedenfalls hat es absolut überzeugt und kann es nur jedem empfehlen, der auch mal einen etwas anderen Thriller lesen möchte. 

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Anders/Anita-Terpstra/Blanvalet-Taschenbuch/e482229.rhd

Verlag: Blanvalet (15. August 2016)
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0257-8

Mittwoch, 17. August 2016

Das Spiel - Opfer ("Das Spiel"-Trilogie, Band 1) von Jeff Menapace


Zum Inhalt:
Patrick und Amy Lambert sowie ihre beiden Kinder Carrie und Caleb freuen sich auf ihren Urlaub in einer kleinen Ansiedlung von Ferienhütten am malerischen Crescent Lake, tief im amerikanischen Hinterland. Das Wochenende soll  Spaß und Erholung für die ganze Familie bringen. Bei einem Zwischenstopp an einer Tankstelle trifft die Familie auf den freundlichen Arty, der ebenfalls mit seinen zwei Kindern unterwegs zu sein scheint. Die beiden Männer kommen ins Gespräch und als sich ihre Wege trennen, hat Arty kurzer Hand die Tankrechnung der Lamberts beglichen. Amy findet das äußerst merkwürdig, doch Patrick hält Arty für einen Typen, der um jeden Preis allen gefallen möchte. Doch er ahnt nicht, wie recht eine Frau mit ihrer Vermutung hat, denn Arty Fanelli und sein Bruder Jim möchten keineswegs gefallen, sie wollen spielen und für dieses Spiel haben sie sich Patrick und seine Familie ausgesucht…

„Das Spiel – Opfer“ von Jeff Menapace hat mich aufgrund seines Klappentextes neugierig gemacht, aber auch etwas skeptisch deswegen, weil Menapace mit Richard Laymon verglichen wird und dessen Bücher eher nicht so meine Welt sind. Aber meine Zweifel wurden schnell relativiert. Von Beginn an zog mich die Story in ihren Bann, Seite um Seite stiegen der Nervenkitzel und das Wissen, dass hier etwas ganz Böses passieren wird. Untermalt wird das Ganze von dem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil des Autors, welcher wahrliches Kopfkino auslöste. Die Protagonisten sind Menapace für meine Begriffe wirklich gut gelungen, auch wenn er bei Familie Lambert das Klischee einer heilen und glücklichen Familie etwas übertrieben hat. Den Fanelli-Brüdern hingegen drückt es das Böse förmlich aus allen Poren, ihre sadistische Freude daran, andere Menschen zu quälen und zu misshandeln wird noch getoppt durch ihren schwarzen Humor, der mir ein ums andere Mal das Blut in den Adern gefrieren ließ. Und doch wirft Jeff Menapace in den Rückblicken die Arty und Jims Vergangenheit beleuchten eine interessante Frage auf: Wird man vielleicht schön böse geboren, oder entwickelt man sich erst im Laufe seines Lebens zu einem Sadisten und Mörder? 

„Das Spiel – Opfer“ ist brutal und sadistisch und für alle mit schwachen Nerven empfiehlt es sich, dieses Buch bei Tageslicht zu lesen.  Jeff Menapace hat es geschafft, mir ein ums andere Mal die Gänsehaut über den Rücken zu jagen! Ein absolut gelungener Auftakt einer Trilogie und ich freu mich schon sehr auf Teil 2. Für alle Horror- und Thrillerfans eine absolute Leseempfehlung!

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Spiel-Opfer/Jeff-Menapace/Heyne-Hardcore/e493546.rhd

Verlag: Heyne Hardcore (11. Juli 2016)
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten
ISBN: 978-3-453-67707-4

Montag, 15. August 2016

Die Magie der kleinen Dinge von Jessie Burton


Zum Inhalt:
Die 18jährige Petronella, genannt Nella wird mit dem viel älteren Amsterdamer Kauf- und Geschäftsmann Johannes Brandt verheiratet. Ängstlich, scheu und doch voller Vorfreude auf ihre neue Stellung als Ehefrau betritt die junge Nella ihr neue Heimat, das Haus in der Herengracht. Doch ihr wird kein warmer Empfang zuteil, vielmehr schlägt ihr von ihrer neuen Familie, vor allem von Johannes Schwester Marin kühle Abneigung entgegen.  Auch ihr Ehemann würdigt Nella kaum eines Blickes und ist mehr auf Reisen denn zu Hause. Einziger Trost ist das  Hochzeitsgeschenk, das Johannes seiner jungen Frau überlassen hat, ein Puppenhaus das die exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses darstellt. Nella beauftragt einen Spezialisten mit der Herstellung einiger Miniaturen. Doch bald lässt ihr der unbekannte Handwerker unaufgefordert Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder zukommen, versehen mit mysteriösen Hinweisen.  Nella muss schon bald feststellen, dass die Brandts hinter ihrer perfekt inszenierten Fassade dunkle Geheimnisse verbergen…

Der Roman „Die Magie der kleinen Dinge“ von Jessie Burton hat mich zuerst durch sein schön gestaltetes Cover angesprochen. Außerdem wollte ich endlich mal wieder auch einen historischen Roman lesen und dieses Buch hat durchaus meine Neugier geweckt. Der Leser lernt die junge Nella kennen, die zum ersten Mal das Haus ihres viel älteren Ehemannes betritt.  Die Story, die 1686 in der aufblühenden Stadt spielt, plätschert anfangs seicht dahin,  man durchlebt zusammen mit der jungen Frau ihren einsamen Alltag in ihrem neuen Zuhause, ärgert sich über die Gefühlskälte die Marin, die Schwester von Johannes gegenüber Nella an den Tag legt und auch darüber, wie sie sich in das Leben ihres Bruders einmischt.  Die Entwicklung die Nella durchlebt, hat mir gut gefallen, wie sie mit ihren jungen Jahren schon ihren Mann steht und mit den Widrigkeiten, die das Leben ihr vor die Füße wirft, umgeht. Leider habe ich mir vom Ende der Geschichte so viel mehr erhofft. Für mich persönlich bleiben zu viele Fragen offen, Fragen, die mich vor allem dazu gebracht haben, das Buch zu Ende zu lesen. Diese bleiben jedoch enttäuschender Weise unbeantwortet.

„Die Magie der kleinen Dinge“  lebt von den leisen Tönen und von seiner gut inszenierten Atmosphäre, der Liebe zum Detail und einer tapferen Protagonistin. Auch wenn für mich das Ende und die offenen Fragen, die dieses bei mir hinterlassen hat enttäuschend war, so habe ich den Roman von Jessie Burton doch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Magie-der-kleinen-Dinge/Jessie-Burton/Blanvalet-Taschenbuch/e492875.rhd

Verlag: Blanvalet (20. Juni 2016)
Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0307-0


Der Karussellkönig von Fabienne Siegmund und Tatjana Kirsten (Illustrationen)

Zum Inhalt:
In einer Zeit des Krieges und einer zerstörten Welt finden sich die beiden Mädchen Mina und Lilli und werden unzertrennlich. Als Mina eines Tages aufwacht ist Lilli verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach ihrer jüngeren Freundin. Auf ihrem ziellosen Weg trifft sie eine alte Frau, die behauptet, der Karussellkönig habe Lilli in seinen Fängen.  Schon bald erblickt Mina ein wunderschönes aus Mondlicht gegossenes Karussell und taucht ein in die legendäre magische Welt des Karussellkönigs über der nicht nur Traurigkeit und Schrecken schwebt, sondern auch ein Hauch von Hoffnung…

Mit der Graphic  Novel  „Der Karussellkönig“  von Fabienne Siegmund und den wunderschönen Illustrationen von Tatjana Kirsten habe ich mich auf ein für mich relativ unbekanntes Genre eingelassen und wurde regelrecht verzaubert. Fantasievolle Figuren wurden zum Leben erweckt, eine magische Welt erschaffen und ein Märchen erzählt, welches moderner und aktueller nicht sein könnte. Besonders beeindruckt hat mich das Karussell, welches nur drei Nächte im Monat seine Kreise auf der Irdischen Welt dreht und dann Figuren zum Leben erweckt, die grauenvoller nicht sein könnten, dessen strahlend schöne Erscheinung aber dennoch eine einzigartige Faszination ausstrahlt.
  
Eine melancholische, traurige Geschichte wird hier in knapp 100 Seiten erzählt, die dennoch mehr zu bieten und zu erzählen hat, als manch dicker Schmöker. Eine Geschichte voller Poesie, die von den fantastischen Illustrationen perfekt untermalt wird und alles zum Leben erweckt. Das Karussell drehte sich in meinem Wohnzimmer und ich war ein Teil  davon. „Der Karussellkönig“ von Fabienne Siegmund und Tatjana Kirsten wirkt auf jeden Fall nach und verbreitet trotz des Schreckens und der Düsternis einen berührenden und sanften Hauch von Hoffnung. Ich gebe hier eine absolute und magische Leseempfehlung!

Das Buch kann hier bestellt werden:
http://www.verlag-torsten-low.com/advanced_search_result.php?keywords=karussellk%C3%B6nig&XTCsid=d9hdl70r7589btg90nqeoae4g0

Verlag: Low, Torsten; Auflage: 1 (11. Januar 2016)
Broschiert: 100 Seiten
ISBN: 978-3940036360

Sonntag, 7. August 2016

Geh nicht dorthin von Marc Pain


Zum Inhalt:
Im Jahr 1959 brechen zehn Studenten, darunter acht Männer und zwei Frauen zu einer Expedition am nördlichen Ural auf. Nur einer der zehn jungen Menschen überlebt. Die anderen sterben auf mysteriöse Weise in der verschneiten und eisigen Berglandschaft des Ural. Was ist ihnen zugestoßen? Ein Rätsel, welches bis heute nie wirklich aufgeklärt wurde…
„Geh nicht dorthin“ so nennen nicht nur die alten „Mansen“ das Gebiet um den „Kholat Syakhl“ – dem Berg der Toten.So heißt auch der Kurz-Thriller von Marc Pain, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Pain hat eine fiktive Story kreiert, welche ein mögliches Szenario des mysteriösen Unglücks im Ural verkörpert. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und packend. Der Autor macht seine Leser selbst zu einem Expeditionsmitglied und lässt sie die unheimliche Stimmung in den eiskalten Bergen hautnah miterleben. Die Dialoge zwischen den Protagonisten waren klar und kurz gehalten, was meines Erachtens sehr gut zu der Gesamtstimmung des Buches passte. Total spannend fand ich, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, was den Nervenkitzel-Faktor noch größer gemacht hat. Was waren die Umstände unter denen die Studenten zu Tode gekommen sind? Sehr schade, dass Marc Pain dem Thriller, seinen Gedanken und Ausführungen nicht noch einige Seiten mehr gewidmet hat. Ich bin mir sicher, es hätte der Story mehr als gut getan!

„Geh nicht dorthin“ von Marc Pain ist ein gelungener und für mein Empfinden gut recherchierter Kurz-Thriller. Ich habe vorher noch nie von dem Unglück im Ural gehört und habe mich im Nachhinein darüber informiert und fand es sehr interessant und mysteriös. Spannender Schreibstil und tolle Atmosphäre machten die 38 Seiten zu einem wirklichen Lesevergnügen mit Gänsehaut-Faktor. Ein paar mehr Seiten hätten der Story sicherlich gut getan. Mit dem Hintergrund der wahren Begebenheit dennoch lesenswert!

Das ebook kann hier bestellt werden:
https://www.amazon.de/Geh-nicht-dorthin-Marc-Pain-ebook/dp/B00N3GQFY8/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 182 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 38 Seiten
Verlag: neobooks Self-Publishing (14. September 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch